Wireless Charger: Das solltest du vor dem Kauf wissen

Ein Wireless Charger erfreut sich bei Smartphone-Nutzern immer größerer Beliebtheit: Das kabellose Laden bietet Komfort (die Suche nach dem passenden Kabel und dem Connector am Handy hat ein Ende), Flexibilität (egal ob USB-C oder Lightning-Connector – du kannst direkt den Akku laden) und Ästhetik (Kabelsalat war gestern). Das wissen natürlich auch Samsung, Apple und Co. und statten ihre Geräte mit dem Qi-Standard zum induktiven Laden aus. Samsung verbaut schon seit dem Galaxy S6 standardmäßig Ladespulen in seinen Geräten. Auch Apple hat mittlerweile einige Wireless-Charging-fähige iPhones veröffentlicht. Hast du ein iPhone 8 oder neuer, kannst du deinen Akku problemlos induktiv aufladen.

Wenn du selbst einen Wireless Charger kaufen möchtest, um den Komfort vom kabellosen Laden zu nutzen, hast du zahlreiche Optionen. In unserem Store findest du beispielsweise eine Auswahl an Ladegeräten von Native Union, einem Premium-Anbieter, der sich dem Motto “Form follows Function” verschrieben hat. Ob du nun zu Native Union oder einem anderen Anbieter greifst: Wir geben dir 4 Tipps, worauf es bei einer guten Ladestation ankommt.

Zusätzlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, den Drop Wireless Charger von Native Union einmal auseinander zu nehmen. An diesem Beispiel zeigen wir dir, wie das induktive Laden überhaupt funktioniert und was im Inneren des Ladegeräts steckt.

Vier Kauftipps für deinen Wireless Charger

Wenn du nach einem passenden Ladegerät für dich suchst, solltest du diese Punkte im Hinterkopf haben.

  1. Wattstufe
    Prüfe vorab, wie viel Watt dein Gerät zum Laden braucht und ob es Fast Charging unterstützt. Wenn du die Schnelllade-Funktion nach wie vor nutzen möchtest, sollte auch dein Ladegrät dies unterstützen und mindestens mit 7.5 Watt laden.
  2. Ladekabel
    Achte darauf, dass im Lieferumfang ein Ladekabel mitgegeben wird. Dieses sollte am besten mit USB-Typ-C ausgestattet sein. Der Anschluss ist deutlich schneller als die Vorgänger USB-A und USB-B und kann auch eine höhere Stromversorgung bieten.
  3. Qi-Standard
    Qi heißt auf chinesisch Lebensenergie. Im Themenumfeld von Wireless Charging beschreibt Qi einen definierten Standard zur drahtlosen Energieübertragung über elektromagnetische Induktion. Durch die Standardisierung müssen Ladestation und zu ladendes Gerät nicht vom selben Hersteller stammen. Willst du dein Smartphone kabellos laden, solltest du also auf diesen Standard achten.
  4. Verwendungszweck
    Besitzt du mehrere Wireless-Charging-fähige Geräte? Dann macht es vielleicht Sinn, direkt in einen Duo-Charger zu investieren. So kannst du mehrere Geräte auf einmal laden. Teilweise haben die Ladestationen neben mehreren Ladespulen sogar USB-Anschlüsse, sodass du ein weiteres Gerät zusätzlich per Kabel laden kannst.

Wie funktioniert Wireless Charging?

Damit du deinen Akku kabellos laden kannst, brauchst du ein Handy, welches die induktive Energieübertragung unterstützt. Das heißt, zum einen muss eine Spule verbaut sein, die das Magnetfeld der Ladematte in elektrischen Strom umwandelt. Zum anderen muss die Rückseite aus Glas oder Kunststoff sein. Aluminium schirmt die elektromagnetischen Schwingungen zu stark ab und verhindert dadurch das Aufladen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hast du einen Empfänger.

Dem gegenüber steht ein Sender, also das kabellose Ladegerät. Auch hier muss eine Ladespule verbaut sein, die den gleichen Standard zur Energieübertragung wie der Empfänger nutzt. Wie bereits beschrieben, hat die Wireless Power Consortium (WPC) den Qi-Standard definiert, den du mittlerweile bei fast allen Wireless-Charging-fähigen Geräten findest.

So funktioniert die drahtlose Energieübertragung beim Wireless Charger.

Um das Handy zu laden, musst du dein Gerät auf die Ladestation legen. Die beiden Spulen müssen dafür übereinander liegen. Nur so kann der Strom induktiv zwischen den zwei Spulen übertragen werden. Sehr dicke Handyschutzhüllen können den Energiefluss beeinträchtigen, denn das Smartphone muss sehr nah an der Ladestation liegen. Native Union gibt beispielsweise an, dass selbst das Laden mit einer Hülle von 3mm Dicke kein Problem ist. Wir raten euch allerdings aufgrund der Hitzeentwicklung im Akku, die Hülle beim Laden generell abzunehmen. Mehr Tipps zur optimalen Nutzung deines Akkus findest du in unserem Blogbeitrag.

Während des Ladevorgangs werden zusätzlich Daten ausgetauscht, die zur Regulierung und Optimierung dienen. Beispielsweise wird ermittelt, ob sich ein Qi-fähiges Gerät auf dem Ladepad befindet und ob der Akku überhaupt geladen werden muss. Ist dies nicht der Fall, empfängt dein Handy keinen Strom.

Wireless Charging und Fast Charging – lässt sich das kombinieren?

Fast Charging beschreibt eine Schnellladetechnik beim Handy. Dabei wird das Gerät nicht wie meist üblich mit 5 Watt geladen, sondern mit 7.5 Watt oder mehr. So wird der Akku teilweise in unter 30 Minuten voll aufgeladen. Hat man sich einmal daran gewöhnt, dass das Handy bereits nach 10 Minuten an der Steckdose schon wieder für längere Zeit durchhalten kann, will man das nicht mehr missen. Das Gute: Fast Charging kann auch von einem kabellosen Ladegerät unterstützt werden. Dazu muss dieses aber entsprechend ausgerüstet sein, nicht jeder x-beliebige Charger ist dazu in der Lage. Heißt: Er muss mindestens mit 10 Watt laden (beim iPhone: 7.5 Watt) und das Netzteil muss diese Energieübertragung entsprechend ebenfalls unterstützen. 

Ein Blick ins Innere des Drop Wireless Charger von Native Union

Wir konnten es uns nicht nehmen lassen und haben einen Blick in das Innere des Drop Wireless Charger von Native Union geworfen. Das schlichte Design findet sich auch dort wieder: Wir haben hochwertige Materialien, einfache Phillips-Schrauben und ein aufgeräumtes Mainboard entdeckt.

Der Drop Wireless Charger besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: eine mit Stoff und Silikon bezogene Oberfläche, die Platine mit Ladespule und ein Aluminium-Gehäuse.
Für den Zusammenbau wurden Phillips-Schrauben genutzt.
Das ist die USB-C Buchse.