Von 0 auf 50 in weniger als einer halben Stunde – Schnellladen mit Power Delivery

Schnell mal zwischen zwei Terminen das Handy laden oder am Flughafen jede Minute Akkuladung mitnehmen. Wahrscheinlich genießt auch du die Möglichkeiten vom Schnellladen. Power Delivery ist ein neuer Standard des Schnellladens, der vom selben Gremium entwickelt, welches auch für die Entwicklung des USB-Standards zuständig ist. Doch was unterscheidet diese von den anderen Schnellladetechniken? Und wie kannst du sie nutzen? Wir geben dir den Überblick!

Das steckt hinter den verschiedenen Schnellladetechniken

Ob und welche Schnellladetechnik du mit deinem Handy nutzen kannst, hängt unter anderem vom verbauten Chip sowie der USB-Schnittstelle ab. Zusätzlich muss auch dein Ladegerät die Technik unterstützen. Ist das der Fall, können Smartphone und Ladegerät miteinander kommunizieren und Spannung und Stromstärke optimal regulieren. 

QuickCharge, DashCharge und Co.

QuickCharge ist die aktuell am stärksten verbreitete Technik. Sie wurde von Qualcomm entwickelt und ist in den meisten Fällen nur mit den Snapdragon-Prozessoren kompatibel (Ausnahmen bilden einige Geräte von Samsung). Neben QuickCharge gibt es noch einige Eigenentwicklungen von anderen Chip- und Smartphone-Herstellern. So hast du vielleicht schon von Dash Charge (OnePlus), Super Charge (HUAWEI) oder Pump Express (Mediatek) gehört. Die Technologien funktionieren meist ähnlich – durch die Kommunikation zwischen Ladegerät und Smartphone. Sie unterscheiden sich aber bei Spannung und Stromstärke und somit auch bei der maximalen Ladeleistung. 

Der neue Standard: Power Delivery

Power Delivery (kurz: PD) ist wiederum ein Standard, der nicht an einen bestimmten Chip oder ein Smartphone gebunden ist. Dieser kann ohne große Hürden, wie etwa Lizenzgebühren, von anderen Herstellern genutzt werden.

Wie bei QuickCharge kommunizieren die Stromquelle und der Stromverbraucher miteinander – in unserem Fall also Handy und Netzteil. Über einen integrierten Chip wird ausgehandelt, wie viel Strom über das Kabel übertragen werden darf. Das Ladegerät liefert dem Smartphone die möglichen Werte zu Spannung und Strom, das Smartphone selbst sucht sich davon etwas aus und fordert dies vom Ladegerät an. Erst nach dieser Kommunikation schaltet das Netzteil die Spannung auf die entsprechenden Pins. Durch diese Technik werden Geräte mit bis zu 100 Watt geladen. So ist Power Delivery nicht nur für Smartphones interessant, sondern auch für andere Geräte mit einem höheren Energiebedarf, wie Laptops oder Spielekonsolen (beispielsweise die Nintendo Switch).  

Power Delivery soll der auf dem Markt herrschenden, undurchsichtigen Vielfalt entgegenwirken und findet in Google und Apple namhafte Unterstützer. So sind seit 2019 Android-Hersteller verpflichtet, ihre neuen Geräte mit USB-C-Anschluss mit dem offenen Ladestandard USB PD auszustatten. Auf diese Vorgaben des Google Konzerns hat sich auch Qualcomm eingestellt und unterstützt QuickCharge und PD gleichermaßen. 

Übrigens: Samsung ist bei der Benennung kreativ geworden und nennt Power Delivery bei seinen Geräten Super Fast Charging. Lass dich von den Begrifflichkeiten also nicht verunsichern und achte bei einem Neukauf stattdessen auf den Namenszusatz PD oder die Kennzeichnung des USB-C PD Ladestandards.

Wie kannst du Power Delivery nutzen? 

Power Delivery setzt den USB-C-Standard voraus, da dieser viel mehr Watt unterstützt als sein Vorgänger USB-A. Da Smartphone und Netzteil über das Kabel kommunizieren, kannst du allerdings nicht jedes verwenden. Zusätzlich muss auch dein Ladegerät und dein Smartphone PD unterstützen, sodass die Kommunikation unter den Geräten funktioniert. 

Ab dem iPhone 8 setzt Apple zum Schnellladen auf den PD-Standard. Bei Android-Geräten, die einen USB-C-Anschluss haben und nach September 2019 auf den Markt gekommen sind, kannst du dank der Vorgaben von Android davon ausgehen, dass sie Power Delivery unterstützen.

Und das richtige Ladegerät?

Einige Hersteller legen direkt ein passendes Netzteil bei, wenn du ein neues Handy kaufst. So findest du im Lieferumfang des iPhone 11 Pro ein schnellladefähiges Netzteil, beim iPhone X war dies aber noch nicht der Fall.

Wenn du auf der Suche nach einem passenden Ladegerät bist oder zusätzlich gern eine mobil einsetzbare Alternative hättest, können wir dir Native Union empfehlen. Das Unternehmen setzt bei seinen Produkten nicht nur auf Design, sondern auch auf die neuesten Technologien. Die Jump Plus Wireless Powerbank von Native Union kombiniert beispielsweise die Vorteile von Wireless Charging und Power Delivery – in einer tragbaren Version. So ist die Powerbank ein echter Allrounder, der dich im Alltag und auf Reisen begleitet. Alles was dir dann noch fehlt, ist ein passendes Kabel. Und schon bist du bereit für Power Delivery!

Die Jump Plus Wireless Powerbank von Native Union kombiniert Wireless Charging und Power Delivery in einer tragbaren Version.