Warum sind Updates für Android und iOS so wichtig?

Updates haben oftmals einen schlechten Ruf: Ohne Zutun werden Treiber-Apps installiert oder Zugriffsrechte verändert. Sie bringen neue Fehler mit und gerade bei älteren Modellen leidet die Performance. Warum du trotzdem alle Updates mitnehmen solltest, erläutern wir in diesem Blogbeitrag. 

Welche Arten von Updates für Android und iOS gibt es überhaupt?

Updates gibt es auf allen Ebenen: Betriebssystem, Treiber und Software werden von den Programmierern laufend aktualisiert. 

Upgrade auf eine neue Version

Etwa einmal im Jahr bringen Google und Apple ein großes Upgrade ihrer Betriebssysteme auf den Markt. Auch in diesem Jahr stehen sie wieder an: Im Herbst kommen iOS 14 und Android 11. Diese Upgrades bringen große Veränderungen mit sich, beispielsweise in Form von neuen Funktionen und Designs. Dadurch kannst du dein Handy optimaler nutzen. Gerade kurz nach dem Launch eines iOS oder Android Upgrades gibt es allerdings oftmals einige Kinderkrankheiten, weshalb viele Nutzer die Installation abwarten.

Für frühe Vögel: Beta-Versionen

Wenn du von Anfang an dabei sein willst, und ein Upgrade nicht abwarten kannst, steht dir vor offizieller Veröffentlichung meist eine Beta-Version des neuen Betriebssystems zur Verfügung. Hier musst du allerdings mit Bugs und Fehlern rechnen. Durch das Feedback der Nutzer wollen die Entwickler erfahren, wie stabil die Version läuft und welche Probleme es noch gibt. 

Fehlerbehebungen und Sicherheitspatches

Neben diesen Upgrades gibt es kleinere Updates, meist Fehlerbehebungen oder funktionale Optimierungen. Dazu zählen auch die Sicherheitspatches von Android, die seit 2015 monatlich von Google veröffentlicht werden. Diese schließen Sicherheitslücken und schützen dich somit vor Hacker-Angriffen, Datenklau und Malware. 

Android Updates: ein Sonderfall

Da Android ein offenes Betriebssystem ist, kann es jeder mit entsprechenden Fähigkeiten für seine individuellen Bedürfnisse anpassen. Hersteller wie Samsung, Huawei und OnePlus nutzen das für sich und haben auf Basis von Android ihre eigene Benutzeroberfläche entwickelt. Der Ursprung eines Android-Updates wird allerdings von Google entwickelt und dann für die Gerätehersteller zur Anpassung bereitgestellt. Am Ende bleibt es dem Hersteller überlassen, ob und wann er die aktualisierte Android-Version für seine Oberfläche anpasst und eine Aktualisierung bereitstellt. Damit zumindest die wichtigen Sicherheitspatches zur Verfügung gestellt werden, gibt Google einige Vorgaben an die Hersteller weiter. So sind sie beispielsweise seit 2018 verpflichtet, für mindestens zwei Jahre Sicherheitsupdates ereitzustellen. 

Aktualisierungen von Apps

Auch deine installierten Apps bekommen in der Regel Updates. Die Anbieter arbeiten im Hintergrund Feedback ein oder verändern das Programm. Mit einer Aktualisierung werden die Neuerungen installiert. 

Warum solltest du Updates für Android und iOS installieren?

Hersteller können mit einem Update Fehler beseitigen, Programme effizienter gestalten und neue Funktionen ergänzen. Samsung hat beispielsweise nachträglich die Kamera des Galaxy S9 um Funktionen wie Single-Take ergänzt. Auch Apps können durch ein Update optimiert werden und zum Beispiel energieeffizienter laufen. Das kommt dir als Nutzer im Alltag zugute, auch wenn nicht immer alle Neuerungen jedem gefallen können. 

Der wichtigste Grund für ein Update ist aber die Sicherheit deines Smartphones. Experten heben immer wieder hervor, dass du nur mit dem aktuellsten Betriebssystem optimal vor Hacker-Angriffen und Schadsoftware geschützt bist. Deshalb solltest du auf jeden Fall die Updates mitnehmen, um dein Smartphone immer auf den neuesten Sicherheitsstandard zu bringen. 

Die Vorteile auf einen Blick: 

  • Durch Sicherheitspatches bist du vor Viren und Co. geschützt. 
  • Du erhältst Software-Verbesserungen, sodass du beispielsweise deine Kamera besser nutzen kannst oder der Fingerprintsensor schneller reagiert. 
  • Größere Updates von Android und iOS bringen oft frische Designs und neue Spielereien auf dein Handy und machen es somit immer wieder aufregend.

Was ist mit älteren Smartphones?

Nicht alle Smartphones kriegen ein Update. Je älter es ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es Upgrades erhält. Auch Sicherheitspatches werden mit zunehmendem Alter unwahrscheinlicher. Das liegt zum einen am Aufwand für die Anpassung des Betriebssystems.. Zum anderen hat die verbaute Technik des Smartphones einen großen Einfluss darauf, ob ein Smartphone mit Updates versorgt wird. Denn irgendwann ist ein Chip zu alt und kann die Leistung, die Aktualisierungen verlangen, nicht mehr bringen. 

Lang lebe das Handy? 

Wenn du nicht auf die Sicherheits-Updates verzichten möchtest, verkürzt diese Problematik die Lebensdauer eines Handys. Aber gerade aufgrund der negativen Auswirkungen auf Umwelt und Mensch, die eine Handy-Produktion verursacht, werden immer mehr Stimmen laut, dass Smartphones so lange wie möglich genutzt werden sollen. Hersteller, allen voran Apple, machen es aber durch software-seitige Einschränkungen und eine begrenzte Ersatzteil-Verfügbarkeit immer schwerer, dass eigene Handy zu reparieren und so die Lebensdauer zu verlängern. Mit der Software kommt eine weitere Hürde hinzu, die einer langen Nutzung im Weg steht. Wann hier eine Lösung gefunden wird, die für alle optimal ist, steht noch in den Sternen.